Bundesligasaison 2020

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Info aus August 2020

Terminplan der Deutschen Turnliga steht

In dieser Woche war es endlich so weit: mehr als einen Monat nach der Sitzung der Verantwortlichen der Deutschen Turnliga, der Vertreter der Erstliga-Vereine und des Sportdirektors des Deutschen Turnerbundes Wolfgang Willam, in der grundsätzliche Vereinbarungen hinsichtlich der Durchführung der DTL Bundesliga 2020 auch unter Corona-Bedingungen erzielt werden konnten, gab die Deutsche Turnliga jetzt den endgültigen Austragungsmodus und die Termine der Vorrunde und des neu eingeführten Halbfinales bekannt. Was noch fehlt ist das Datum des Ligafinales als traditionellem Höhepunkt der Ligasaison, in dem der Deutsche Meister und die auf den Medaillenrängen platzierten Mannschaften ermittelt werden.

Ausschlaggebend für die lange Wartezeit war die Unsicherheit über den Austragungstermin der Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen. Ursprünglich waren diese Wettbewerbe als Teil des Multi-Sport-Events „Finals“ vorgesehen, der Anfang Juni im Ruhrgebiet ausgetragen werden sollte, Corona-bedingt jedoch schon vor geraumer Zeit abgesagt werden musste. Neben den Kunstturnern sollten auch weitere DTB-Sportarten wie Trampolinturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Sportakrobatik Bestandteil der „Finals“ sein – eine gute Gelegenheit für den DTB, der mit seinen 5 Mio. Mitgliedern der zweitgrößte Sportverband in Deutschland ist, seinen Olympischen Spitzensport einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und für nationale Wettbewerbe Einnahmen aus TV-Übertragungen zu erzielen. Verhandlungen mit der Staatskanzlei NRW, wenigstens die fünf DTB-Sportarten in einer gemeinsamen Veranstaltung auszurichten, zogen sich hin – es ging auch darum, eine finanzielle Unterstützung für den Fall zu erhalten, dass die Meisterschaften ohne oder bestenfalls mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern ausgetragen werden müssten. Eine endgültige Information aus der Frankfurter DTB Zentrale gibt es zwar noch nicht, das Wochenende 7./8. November und der Austragungsort Düsseldorf zeichnen sich jedoch ab.

Wichtig für das Vorstandsteam der SKV und vor allem die Turner sind jedoch die Informationen, die die DTL nun verbindlich bekannt gab. Wie angedeutet, wird die erste Liga in zwei Gruppen mit je vier Mannschaften unterteilt, die in einer Vorrunde jeder gegen jeden antreten müssen. Die beiden Gruppenersten tragen dann „über Kreuz“ zwei Halbfinalwettkämpfe  aus, bei dem sich die beiden Sieger für das Meisterschaftsfinale qualifizieren, während die beiden Verlierer im „kleinen“ Finale um die Bronzemedaille kämpfen dürfen. Zusammen mit dem bisher noch nicht terminierten Finale kommt eine Mannschaft so auf maximal fünf Wettkämpfe, also drei weniger als in einer regulären Saison. Absteiger wird es 2020 nicht geben – es könnten durch unvermeidbare Umstände Vereine in die Situation kommen, nicht zu Wettkämpfen antreten zu können und dann zum Absteiger zu werden, was die DTL Führung vermeiden wollte.

Die Reduktion der Wettkämpfe war ein Wunsch der sportliche Leitung des DTB, um zum einen eine Überbelastung der Spitzenturner in der Vorbereitungszeit für die Olympischen Turnwettbewerbe im nächsten Jahr zu vermeiden, und gleichzeitig freie Wochenenden für die Deutschen Meisterschaften, die Deutschen Juniorenmeisterschaften und die Europameisterschaften zu schaffen.

Bei der Einteilung der beiden Gruppen achtete die DTL darauf, dass zwei möglichst gleich starke Gruppen entstanden, so wie man überhaupt feststellen kann, dass das Konzept für die Saison 2020 von großer Kompromissbereitschaft und dem vorrangigen Ziel, in den Wettkampfbetrieb zurück zu kommen, geprägt ist.

Die Siegerländer Kunstturnvereinigung trifft nun in der Vorrunde auf den Vorjahresmeister KTV Straubenhardt, den Aufsteiger Eintracht Frankfurt und den Dauerrivalen der letzten Jahre um den Finaleinzug, den SC Cottbus. Und das sind die Termine: am 3. Oktober beginnt die Saison für die SKV-Turner mit einem Heimwettkampf – Gegner ist mit der KTV Straubenhardt gleich der siebenfache Deutsche Meister und der Favorit auch der Ausnahmesaison 2020. Eine Woche später (10. Oktober) kommt dann der starke Aufsteiger Eintracht Frankfurt ins Siegerland, während die heimischen Turner am 17.10. zum wohl entscheidenden Wettkampf um den Halbfinaleinzug die lange Reise zum SC Cottbus antreten müssen.

In der zweiten Gruppe turnen die TG Saar, der TV Wetzgau und die Vorjahresaufsteiger TuS Vinnhorst und StTv Singen um die Halbfinalplätze. Die beiden Halbfinalwettkämpfe werden dann am 21.11. ausgetragen – wo, hängt natürlich davon ab, wer sich qualifiziert, und es sollen möglichst alle Vereine zwei Heimwettkämpfe haben, was bei der Festlegung der Halbfinalorte mit berücksichtig werden soll.

Zusammen mit der Gruppeneinteilung und dem Terminplan veröffentlichte die DTL Führung auch ein „Schutzkonzept der DTL“ genanntes Papier, in dem die „Präventions- und Hygienemaßnahmen für Ligawettkämpfe unter den Bedingungen der SARS-CoV-2-Pandemie“ dargestellt werden.

„Es ist gut, dass wir jetzt mit den endgültigen Planungen beginnen können. Es sind noch rund 10 Wochen bis zum ersten Wettkampf, die aber schnell vergehen werden. Wir müssen das Schutzkonzept der DTL genau analysieren, und dann festlegen, wo wir die Wettkämpfe am effizientesten austragen können, vor allem auch unter den Corona-Bedingungen, die wir mit dem Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein und den Ordnungsämtern der Kommunen, in denen die für eine Austragung in Frage kommenden Hallen liegen, abstimmen müssen.“ zeigt sich SKV-Präsident Reimund Spies erleichtert, dass es nun eine „relative Planungssicherheit“ gibt, wie es Spies vorsichtig formuliert.

Fabian Lotz
Auch 2019 ging es für die SKV im letzten Vorrundenwettkampf gegen den SC Cottbus um den Einzug in das Ligafinale. Volle Zuschauerränge wie 2019 in der Stählerwiese wird es allerdings 2020 nicht geben.